Klimaneutral dank ganzheitlichem Ansatz

Ziel: kli­ma­neu­tra­le Schweiz 2050

In­fra­s­truk­tur ge­samt­heit­lich pla­nen, Mo­bi­li­tät um­stel­len, er­neu­er­ba­re Ener­gi­en er­schlies­sen und ef­fi­zi­en­ter nut­zen. So sieht er aus, der ganz­heit­li­che Fahr­plan zur kli­ma­neu­tra­len Schweiz 2050.

Der Weg zur Klimaneutralität beginnt mit einer fundamentalen Einsicht: Wir müssen weg von «grösser ist besser» hin zu «weniger ist mehr». Das heisst unter anderem, dass wir uns nach Möglichkeiten umschauen, wie wir Energie sparen können.

Gerade bei Bestandsanlagen, Gewerbearealen und industriellen Prozessen gibt es viel Potenzial, aus weniger Energie mehr zu machen.

1. Ener­gie­ef­fi­zi­enz stei­gern

Bestandsareale und Umnutzungen setzen am besten beim Optimieren der eigenen Infrastruktur an: Wer auf weniger Raum arbeitet, muss weniger Raum unterhalten und heizen. Die Folge ist ein ökologischer – und ökonomischer – Gewinn. Wird zusätzlich mit Fotovoltaik Strom produziert, das Tageslicht optimal genutzt, werden Heizungs-, Kälte- und Lüftungsanlagen optimiert, funktionieren bestehende Wohn- und Dienstleistungsbauten automatisch effizienter.

Auf kommunaler oder städtebaulicher Ebene sind Mischnutzungen in der Ortsplanung ein valider Weg zum effizienten Umgang mit Energie. So können in Mischzonen Hochtemperaturprozesse mit Energie aus Holz oder Abfallprodukten gespiesen werden und liefern ihrerseits Abwärme zur Wärmeversorgung von Siedlungen.

2. Hin zu er­neu­er­ba­rer Ener­gie

Ein weiterer Schritt hin zur Energieneutralität liegt in der vermehrten Nutzung erneuerbarer Energie. In der Schweiz gibt es ein Potenzial von rund 240 Terrawattstunden an Wärme- und Kälteenergie aus Seen, Flüssen, Grundwasser und Abwasserreinigungsanlagen, welches ausgeschöpft werden kann.

Im urbanen Umfeld lassen sich mit Wärme- und Kälteverbundsystemen oder Anergienetzen bestehende Energiequellen besser nutzen. Eigens produzierter Ökostrom kann mittels Vernetzung ebenfalls angebunden und für Endkunden erschwinglicher angeboten werden.

Auch im ländlichen Umfeld sind die Voraussetzungen für erneuerbare Energie gut: Hier kann aus Luft, Erde, Wasser umweltfreundlich Energie gewonnen und je nach Bedarf mit Energieholz ergänzt werden.

Luftaufnahmen 2017, ETH Zürich, Zentrum
Referenzbild: Studie Seewassernutzung Stadt Zürich (2016) / Neubau Swiss Re mit Seewasser für Wärme- und Kälteversorgung (fertiggestellt) / Neubau Wärmeverbund Thalwil (in Realisierung)

3. Mo­bi­li­tät um­stel­len

Eine nachhaltige Gesellschaft kommt nicht umhin, Mobilität mitzudenken. Das grösste Verbesserungspotenzial liegt beim motorisierten Individualverkehr. Auch hier gilt: Die Lösung beginnt mit dem «Kleinerdenken», also weg vom Auto und hin zum Fahrrad und zum öffentlichen Verkehr.

Ausserdem ist die aufkommende Elektromobilität ein potenzieller Nachhaltigkeitsbooster. Im Vergleich zum Verbrenner spart ein Elektrofahrzeug mindestens 50 Prozent der CO2-Emissionen ein. Die Bilanz wird noch besser, wenn wir bei der Stromproduktion vermehrt auf Sonnenenergie und Biomassekraftwerke setzen.

Nachhaltiger Luftverkehr wird über innovative Treibstoffe wie das von der ETH Zürich entwickelte Syngas möglich. Dieser CO2-neutrale Treibstoff wird aus Luft und Sonnenlicht gewonnen und zu Kerosin oder Methanol weiterverarbeitet. Schon bald sollen 50 Prozent des Schweizer Flugverkehrs mit Syngas versorgt werden können.

4. Ge­samt­heit­lich pla­nen

Nachhaltige Energie hat nicht zuletzt auf die Versorgungsinfrastruktur weitreichende Auswirkungen. Schliesslich muss die erneuerbare Energie zur Verbrauchsstelle transportiert werden. Auch die Elektromobilität erfordert Anpassungen und Ausbauten vom elektrischen Versorgungsnetz über Trafos bis hin zu Ladestationen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine schrittweise Ablösung der fossilen Energieversorgung am meisten Erfolg verspricht. So können etwa erdverlegte Systeme wie Gasnetze gebietsweise – und unter Berücksichtigung anderer Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen – mit Netzen, bestehend aus erneuerbarer Energie, ersetzt werden, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit zu schmälern.

Bild 2_Grafik
Ablösestrategie eines Gasversorgungsnetzes

Die nachhaltige Energiezukunft ist also davon abhängig, dass wir heute alle Faktoren berücksichtigen, insbesondere die Lebensdauer der heute vorhandenen Systeme. Die ganzheitliche Optik auf die Energieversorgung vereint ökologische und ökonomische, individuelle und gesellschaftliche Gesichtspunkte. So entstehen Verbundlösungen, die für alle Beteiligten Nutzen stiften.


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